Schwupps, gegen den Kaffee gestoßen, der später mal ein Eiscafe werden soll, und einen kleinen See im Kühlschrank verursacht. Beim dritten Missgeschick an diesem Sonntag Vormittag, musste ich mal wieder meinen vor einigen Jahren verstorbenen Eltern danken. Nicht weil sie mir Tüffeligkeit beigebracht haben, sondern weil sie mir gezeigt haben, dass man in solchen Situaltionen über sich selbst lachen kann und wie befreiend das sein kann.
Über sich selbst lachen zu können bedeutet nicht, sich kleinzumachen. Es bedeutet eher, die eigene Unvollkommenheit mit etwas Abstand, Freundlichkeit und eben Humor zu betrachten. Das ist eine Fähigkeit, die sich mit der Zeit entwickeln lässt, man muss „nur“ zur rechten Zeit daran denken 🙂
Wie lernt man Selbstironie? Man muss die passenden Situationen entdecken und reflektieren. Hier sind also fünf Ideen, die Menschen dabei helfen können, wenn man sie anwendet:
- Kleine Missgeschicke bewusst umdeutenWenn dir etwas Peinliches passiert (du suchst deine Brille, während sie auf deinem Kopf sitzt), versuche nicht sofort zu denken: „Wie dumm von mir.“ Stattdessen: „Das war heute mein persönlicher Comedy-Moment.“ Der Unterschied liegt darin, über die Situation zu lachen – nicht über deinen Wert als Mensch.
- Dir vorstellen, jemand anderes würde dieselbe Geschichte erzählen
Stell dir vor, ein guter Freund erzählt dir genau den Fehler, den du gerade gemacht hast. Wahrscheinlich würdest du schmunzeln und sagen: „Kann jedem passieren.“ Diese Perspektive kannst du auch auf dich selbst anwenden. - Eine „Pannen-Sammlung“ führen
Notiere dir lustige oder schräge Situationen, die dir passieren. Nach einigen Wochen wirken viele Dinge, die im Moment unangenehm waren, überraschend komisch. Mit etwas zeitlichem Abstand verliert Peinlichkeit oft ihre Schärfe. - Menschen beobachten, die selbstironisch sind
Viele sympathische Menschen erzählen offen von ihren kleinen Fehlern, ohne sich abzuwerten. Achte darauf, wie sie das machen: Sie lachen über einzelne Situationen, nicht über ihre ganze Persönlichkeit. Das kann ein gutes Vorbild sein. - Den Perfektionsanspruch hinterfragen
Oft fällt Selbstironie schwer, weil wir glauben, wir müssten alles richtig machen. Frag dich: „Muss ich wirklich fehlerfrei sein, um okay zu sein?“ Je mehr du akzeptierst, dass Fehler zum Menschsein gehören, desto leichter fällt es, über sie zu schmunzeln.
Ein kleiner Leitsatz, den manche hilfreich finden, ist:
„Ich bin nicht meine Fehler –
aber meine Fehler liefern manchmal gute Geschichten.“
Das bringt Selbstmitgefühl und Humor zusammen. Wer über sich selbst lachen kann, wirkt oft nicht weniger kompetent, sondern gelassener und nahbarer.
Viel Erfolg dabei und immer wieder versuchen!
